Ausflug nach Wackershofen

Hohäloisch -was sunschd ?

Bei strahlendem  Sonnenschein und angenehmen Temperaturen fuhren wir letzten Samstag mit dem Zug von Weinsberg nach Wackershofen ins Freilandmuseum. Nachdem es jetzt eine Haltestelle direkt am Museum gibt, sind es auch nur 3 Gehminuten bis zum Eingang! Von einer Minute zur nächsten fühlt man sich um Jahre zurückversetzt. Im Schatten einer alten Kastanie trafen wir uns am Haus Härterich(auch der Laden des Freilandmuseums) dort begann unsere Führung mit Frau Mau. Auf beeindruckende Weise wusste sie zu erzählen, wie die Bauersfrauen vor ca. 150 Jahren und länger, lebten, arbeiteten und sich um ihre Familien kümmerten. Die eine oder andere Anekdote brachte uns zum schmunzeln oder machte uns sehr nachdenklich. Fasziniert waren wir von der handwerklichen Fähigkeit und dem pragmatischen  Geschick unserer Vorfahren. Viele persönliche Geschichten der ehemaligen  Hausbewohner und die Präsenz der Gegenstände hauchte uns das Gefühl ein, die Menschen gekannt zu haben.

Nach einer 1 1/2 stündiger Führung voller Aufmerksamkeit waren wir dem Höhepunkt des Nachmittags schon sehr nahe!

Frau Fischer hatte für uns "Blootz" gebacken, wunderbar duftendes Backwerk aus dem Holzbackofen. Diese Art von Bauernkuchen  ( süß und salzig) ähneln sehr unseren Zwiebel und Peterlingkuchen am Weinfest. Der Hunger und die Freude auf das bevorstehende Probieren der verschiedenen "Blootz" war riesengroß! Zwiebel-Speck-Schnittlauch, Zwiebel-Speck-Bärlauch, Apfelrahm  und Rhabarberrahm "Blootz" allesamt ein Gedicht! Wir waren voll des Lobes für unsere Bäckerinnen, jede Landfrau durfte essen so viel sie wollte, Apfelmoscht von Streuobstwiesen rundete die urige "kulinarische Hocketse" ab. Die " gute alte Zeit" entließ uns voll der Eindrücke und " selbstgebackenem Blootz" zurück in die Realität.

Schee wars!